Der Automobilclub ADAC kann sich im Saarland über mangelnden Mitgliederzulauf nicht beschweren. Der Club, der an der Saar rund 70 Mitarbeiter beschäftigt, erfasste Ende vergangenen Jahres mehr als 318.800 Mitglieder in seiner Kartei, was einem Wachstum von satten 6.400 binnen eines Jahres bedeutet. „Für unseren Mitgliedsbeitrag bieten wir allerdings auch eine Menge Gegenleistungen“, sagte Thomas Krisam, der Vorsitzende des ADAC Saarland, anlässlich des Presseclub-Abends, der von Presseclub-Präsident Lothar Warscheid moderiert wurde. Die Vortrags- und Diskussionsrunde, an der auch Geschäftsführer Michael Gindorf teilnahm, beschäftigte sich mit dem Thema „ADAC Saarland: Die Gelben Engel auf der Erfolgsspur – doch wie sieht ihre Zukunft aus?“

„Natürlich sind die Pannen- und Unfallhilfe, das Abschleppen und die Bergung nach einem Unfall nach wie vor unser Kernangebot“, sagte Krisam. „Mit den Gelben Engel, die im Notfall zur Stelle sind – auch als Fahrrad-Pannenhelfer – werden wir am stärksten identifiziert. Doch auch andere Serviceleistungen erhöhen unsere Attraktivität.“ Als wichtiges Beispiel nannte Gindorf das Fahrsicherheits-Training auf dem ADAC Verkehrsübungsplatz im Fischbacher Forst nahe der Autobahn A 623. Auf vier Kilometer Straße innerhalb des sieben Hektar großen Areals können hier Führerschein-Anwärter das Chauffieren eines Auto üben und später ihre Fahrsicherheit verbessern. „Wir wollen, dass sich die Menschen auch in Zukunft individuelle Mobilität leisten können“, betonte Krisam. „Dazu gehört auch, dass junge Leute weiterhin den Erwerb ihres Führerscheins bezahlen können.“ Der ADAC richtet auch zahlreiche motorsportliche Events in der Region aus. So trägt der Club den SuperMoto Weltmeisterschaftslaufs „Grand Prix of Germany“ seit mehreren Jahren in St. Wendel aus. Auch das Homburger Bergrennen hat einen festen Platz im Terminkalender der Motorsportfreunde. Wer mit einem Fahrrad, Motorrad, einem Camper oder in Tagesausflügen seine saarländische Heimat erkunden will, kann sich ebenfalls wertvolle Tipps beim ADAC holen. „Wenn dies alles noch mehr Mitglieder bringt, haben wir nichts dagegen“, meint Gindorf.